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Radio- Cäsium- Messstationen im Landkreis Kronach

Wird Wildbret vom Jäger abgegeben oder verkauft und das Wildfleisch dem Verzehr zugeführt, spricht man von "In-Verkehr-Bringen". Von der Europäischen Union (EU) ist für die Verkehrsfähigkeit von Lebensmitteln ein Grenzwert von 600 Becquerel radioaktives Cäsium pro Kilogramm Wildfleisch festgelegt worden. Dieser darf nicht überschritten werden.

Durch Ihre Ernährungsweise (z.B. Hirschtrüffel) sind vor allem Wildschweine betroffen. In Bayern überschreitet ca. 2% der Wildschweinstrecke diesen Grenzwert. Andere Wildarten, wie Reh- oder Rotwild sind in der Regel nicht betroffen.


Messstation Ludwigsstadt Messtation Mitwitz
BJV Kronach BJV Kronach
Hegegemeinschaft I Ludwigsstadt Hegegemeinschaft V Mitwitz
Uwe Döring Christian Holoch
0152/22943820 0179/1337910
 


Messstation Birnbaum Messstation Nordhalben
Bayrische Staatsforsten Bayrische Staatsforsten
Forstbetrieb Rothenkirchen Forstbetrieb Nordhalben
Alex Schlee Hubert Kelle
0160/7178933 0160/5308441
  Merkblatt 
   Dokumentationsvorlage


Zur Messung werden 500 Gramm Muskelfleisch benötigt (keine Innereien). Das Muskelfleisch muss nicht am Stück und nicht bester  Qualität sein. Teile vom Träger, Bauchlappen oder Reste vom Zerwirken können verwendet werden. Das Muskelfleisch sollte „gulaschförmig“ geschärft und schweißsicher verpackt sein (z.B. Gefrierbeutel). Die Messung dauert ca. 30 Minuten. Als Unkostenbeitrag ist pro Messung 10Euro in bar zu entrichten (Stand: April 2014). Bei den Messstationen in Ludwiggssstadt und Mitwitz ist für Mitglieder des BJV-Kronach ein ermäßigter Unkostenbeitrag von 5Euro pro Messung in bar zu entrichten.

Überschreitet die Messung den Grenzwert von 600 Becquerel muss das Wildschwein über die Tierkörperbeseitigung schadlos entsorgt werden. Auf Antrag wird vom Bundesverwaltungsamt ein Schadensausgleich von ca. 200 Euro pro Wildschwein (ca. 100 Euro pro Frischling) erstattet.